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Ausstellung zu Martin Luther im Nationalsozialismus

Vernissage am 27. Juni

Jürgen Sendel/Topographie des TerrorsAusstellung "Überall Luthers Worte..."Ausstellung "Überall Luthers Worte..."

Vom 27. Juni bis zum 18. August ist die Ausstellung "Überall Luthers Worte..." in der Wormser Dreifaltigkeitskirche zu sehen, der Eintritt ist frei.

Wie standen die Nationalsozialisten zu Religion und Kirche – und speziell zu Martin Luther? Wie verhielten sich Christen in Deutschland zum Reformator und seinem „Erbe” in der NS-Zeit? Und wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen in jenen zwölf Jahren? Die Ausstellung "Überall Luthers Worte..." geht diesen Fragen nach.

Wanderausstellung aus Berlin

Die Stiftung Topographie des Terrors und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin haben die Ausstellung konzipiert, die sich mit dem Thema „Martin Luther im Nationalsozialismus“ auseinandersetzt. In das Jahr 1933 fielen die Feierlichkeiten zu Luthers 450. Geburtstag, aber auch die Konflikte zwischen „Bekennender Kirche” und „Deutschen Christen”. Bis 1938 nahmen die Bezüge auf Luthers antijüdische Spätschriften deutlich zu. Und auch während des Zweiten Weltkriegs wurde Luther von verschiedenen Akteuren „vereinnahmt”: zur Legitimation des Kriegs aber auch, um ein „Widerstandsrecht” gegen das Unrechtsregime herzuleiten.

Vernissage mit Dr. Ulrich Oelschläger

Am Eröffnungsabend spricht Dr. Ulrich Oelschläger, Präses der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie Lutherbeauftragter der Stadt Worms, um 19 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche zum Thema: „Ich führe lieber mit St. Augustin in den Himmel als mit den Juden in die Hölle!“ Luther über die mit jüdischer Hilfe erarbeitete und von Peter Schöffer 1527 in Worms gedruckte Übersetzung der Propheten des Alten Testaments.

Begleitprogramm

Weitere Begleitveranstaltungen in der Dreifaltigkeitskirche sind ein Gottesdienst zum Thema der Ausstellung am 14. Juli um 10 Uhr mit Dekan Harald Storch, sowie ein Studienabend zu Bonhoeffers Schrift „Die Kirche vor der Judenfrage“ am 19. Juli um 19.30 Uhr mit Pfarrerin Veronika Veerhoff. Die Finissage findet am 18. August um 18.30 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche statt, Dr. Ulrich Schwemer referiert zum Thema: Der lange Weg der christlichen Theologie zum Dialog mit dem Judentum nach dem Ende des „Dritten Reichs“.

Veranstalter sind jeweils die Stadtkirchenarbeit im Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau, die Kulturkoordination der Stadt Worms sowie der Förderverein Projekt Osthofen.

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