Kein Gedenken den Tätern!

veröffentlicht 13.08.2026, Dekanat Worms-Wonnegau

Demo und Gedenkkundgebung am 22. August ab 11.30 Uhr vor dem Wormser Hauptbahnhof

„Ich bereue nichts“, erklärte Rudolf Hess am 31. August 1946 im Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Gerichtshof in Nürnberg, und bezeichnete sich „als treuer Gefolgsmann meines Führers“. Das war die Rechtfertigung und gleichermaßen das Geständnis für seine Beteiligung an millionenfachem Mord an Juden, Sinti und Roma, politisch Andersdenkenden, Gewerkschafter*innen, aufrechten Christ*innen und sozial Ausgegrenzten sowie für einen Angriffskrieg zum Unterjochen vieler Länder Europas und der Sowjetunion. Unter dem Decknamen „Initiative Mord verjährt nicht“ ruft die “Kameradschaft Rheinhessen” nun für den 22. August in Worms zum Gedenken an Rudolf Hess und die Verbrechen der deutschen Faschist*innen auf. 

Es darf kein störungsfreies Gedenken für Massenmörder geben! sagen das Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Stadtverband Worms, der Runde Tisch gegen Rechtsextremismus an der Lutherkirche, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und rufen auf zum Protest am 22. August ab 13.00 Uhr auf den St. Albansplatz vor dem Wormser Hauptbahnhof auf. Bereits um 11.30 Uhr veranstaltet das „Offene antifaschistische Treffen Alzey“ ab dem Wormser Hauptbahnhof eine Demonstration durch die Innenstadt unter dem Motto „Kein Gedenken den Tätern“. Gemeinsam soll den sich versammelnden Nazis offen und lautstark entgegengetreten werden. 

Hinweis: Derzeit ist noch nicht bekannt, ob sich die Faschist:innen die Möglichkeit einer Demonstration durch Worms einklagen werden oder – angesichts der offenen Verherrlichung des Verbrechers Rudolf Hess – eine solche nicht doch wirksam verboten werden kann.