Mehr als fünf Stunden Musik, zwölf Ensembles und Solisten, dazu sommerliches Wetter, ausgelassene Gespräche und ein reich gedecktes Büfett: Das 1. Ökumenische Kirchenmusik-Festival in Hamm am Rhein zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig das musikalische Leben im Altrheingebiet ist. Rund um die evangelische Kirche hatten die beteiligten Gemeinden einen Festivaltag organisiert, der von den ersten gemeinsamen Liedern bis zum geselligen Ausklang abwechslungsreich und kurzweilig blieb.
Musikalische Entdeckungsreise unter freiem Himmel
Unter den alten Linden lauschten die Besucherinnen und Besucher einem Programm, das stilistisch kaum breiter hätte aufgestellt sein können. Posaunenchöre, Kinder- und Kirchenchöre, eine Kirchenband, Mundartmusik, Ukulele-Nachwuchs und gleich zwei Organisten sorgten dafür, dass sich die Klangfarben ständig änderten. Gerade die kurzen Auftritte von jeweils rund zwanzig Minuten verhinderten jede Monotonie und machten das Festival zu einer musikalischen Entdeckungsreise.
Beeindruckende Leistungen von Jung und Alt
Zu den Höhepunkten zählten die Beiträge von Organist Bernd Weirauch an der Dreymann-Orgel und der jungen Organistin Johanna Horn, die mit anspruchsvollen Werken und großer Musikalität beeindruckten. Stark präsentierten sich auch die Chöre und Bläserensembles der Region. Gleichzeitig wurde deutlich, wie viel Nachwuchsarbeit in den Gemeinden geleistet wird: Kinder und Jugendliche gestalteten mehrere Programmteile mit großer Musizierfreude.
Musik und Glaube verbinden
Kurze geistliche Impulse zwischen den Auftritten zeugten vom ökumenischen Charakter der Veranstaltung. Pfarrerin Christina Groß und Pfarrvikar Victor Solomon schlugen dabei Brücken zwischen Musik und Glauben. Grußworte sprachen unter anderem Dekanin Jutta Herbert, Oberbürgermeister Adolf Kessel sowie Pröpstin Henriette Crüwell, die dem Festival eine erfolgreiche Zukunft wünschte.
Gelungene Premiere mit Perspektive
Dass die Bänke auf dem idyllischen Platz vor der Kirche noch mehr Besucher hätten aufnehmen können, änderte nichts an der durchweg positiven Bilanz des Tages. Das Festival machte sichtbar, wie viele Menschen im Altrheingebiet mit Leidenschaft musizieren, singen, dirigieren und unterrichten. Diese Vielfalt einmal gebündelt erleben zu können, war vielleicht sein größter Gewinn – und ein guter Grund für eine Fortsetzung.